Step A –
ein außergewöhnliches, alternatives, Augsburger 24h-A-Level-Tango-Festival

Im Mai reifte in vier Augsburger Tänzern und Veranstaltern der Entschluss, etwas Außergewöhnliches auf die Beine zu stellen:
ein 24h-Festival mit Workshops, einer Overnight-Milonga, gemeinsamer Übernachtung, Tangobrunch, Fotoausstellung, Videoinstallation, Gigabit-weiser guter Musik, liebevollen Details ...

Am 27.10. gaben zunächst zwei Workshops - „Dynamische Drehungen“ (TanDo –Sabine Koch und Peter Seitz, Augsburg) und „Ganchos und Volcadas" (Christiane Marquardt und Leonardo Anastassiades, Stuttgart) - neue Anregungen für ungewöhnliche, witzige Tanz-Spielereien, bevor gegen 21h die sehr gut besuchte Overnight-Milonga startete.

Die drei DJs (Veronika Fischer, Thomas Amman, Peter Seitz), alle drei im Süddeutschen Raum für alternative Tango-Abende bekannt, trieben die Tanzlust auf die Spitze – von Orquesta Tipica Victor über Piazzolla, Jazz, Rock und Pop (Zwischenapplaus für „Rock me Amadeus“ by Falco) war der Mix einfach nur: inspirierend anders und außerordentlich tanzbar.

Tango für die Augen boten die beiden Shows der Lehrerpaare: zunächst Christiane und Leonardo mit weichen Nuevo-Variationen auf Otros Aires und Piazzolla, dann TanDo mit einer Tanztheater-Nummer, die die Emotionalität des „fließenden“ Tango veranschaulichte.

In die gleiche Richtung zielten die Fotographien von Uwe Philipp: tanzende Körper, Tanz-Geschichten in innigen Nahaufnahmen und eine Serie zu „roten Schuhen“ machten die Milonga zu einem rundum begeh- und betanzbaren Ausstellungsraum.

Für eine lebendige Atmosphäre sorgte auch die Videoinstallation von Peter Seitz, frei schwebend auf einer Leinwand über der Tanzfläche. Neben Tangoszenen aus Filmen, graphischen, mit der Musik interagierenden Motiven und Liveaufnahmen von der Tanzfläche mittels beweglicher Kamera, sorgte auch der Ticker („Kartoffelsuppe um 12“) für Erheiterung.

Dass Step A „11 von 10 Punkten erfüllt“ hat (wie uns ein Tänzer im Gästebuch hinterließ), lag nicht nur am Gesamtkonzept. Neben dem perfekten Catering und gelungener Moderation waren es die vielen Kleinigkeiten, die die Tänzer begeisterten: die liebevolle Dekoration (Lichterkette um Waschbecken und Petroleumlampen im Hof), Zahnbürsten, Fußcreme und Make-up auf dem Bad-Regal, Kuchen und Trockenobst zwischen den Workshops, die leuchtende Engel-Fotografie, die den kurzen Schlaf der Tänzer bewachte, entspanntes Frühstücken mit freundlichen Gesprächen ...

Also eine echte Alternative zu handelsüblichen Tangobällen.

Fotos und Filme unter "gallery"